Byzantinischer Pomp und Moulin Rouge
Wer sich jetzt mit der Weihnachtsdekoration befasst, hat im Herbst mehr Ruhe - Ein Trendbericht von der ChristmasWorld 2005
Trendbericht ChristmasWorld 2005

Alle Jahre wieder - Mitte Januar - holt uns Weihnachten ein. Wer noch nicht genug von Weihnachtsklängen und Christbaum hat, oder vor lauter Stress die Weihnachtszeit nicht genießen konnte, kann hier alles nachholen und sich bereit machen für das Weihnachtsgeschäft 2005. Auch wenn es etwas skurril anmutet, sich so kurz nach der Jahreswende schon wieder mit Weihnachten zu befassen, so ist dies hinsichtlich der Order und Produktion der Fabrikate unumgänglich. Und wer bereits im Januar Ideenfindung, Planung und Einkauf für Weihnachten erledigt hat, kommt im Oktober nicht in Stress und Bedrängnis.

Auch 2005 gab es zwischen vielen bekannten Materialien und Produkten natürlich wieder neue Stilrichtungen zu entdecken. Manche Themenwelten und Symbole wie z. B. Landhaus, Weihnachtsmann, Rentiere und die Farben Rot und Grün sind natürlich untrennbar mit Weihnachten verbunden und werden in viele neue Themenwelten als Basics mit eingebaut. Darüber hinaus sind es auch immer wieder neue Farben, Formen und Zusammenstellungen, die um die Aufmerksamkeit der Einkäufer ringen und visuelle Akzente setzen.

Ein neuer Trend, der auf der Messe wiederholt ins Auge fiel, war „Black and White“. Dieser starke Farbkontrast wird mit Silber, Spiegelbäumen und Glitter ergänzt. Starke grafische Formen, glatte, glänzende Oberflächen und Lichtreflexe ziehen die Blicke auf sich und schaffen Atmosphäre. Die Inszenierung wirkt cool, trendig und trotzdem edel. Im Gegensatz zu dem Thema „Joy“, das mit schrillem Pink, Türkis und witzigen Weihnachtsfiguren nun schon seit einigen Jahren auf der Messe zu sehen ist, und vor allem ein junges Trendpublikum anspricht, erzeugt „Black and White“ Eleganz und Klarheit und setzt auf grafische Muster als Stilelemente.

Als Kontrast dazu und als Weiterentwicklung der „Barocken Sinnlichkeit“ des letzen Jahres waren zwei weitere Trendthemen erkennbar: „ Byzantinischer Pomp“, ein Thema das auch der niederländische Trendforscher Gunnar Frank in seiner Trendshow inszeniert hat und „Moulin Rouge“. Farben wie gedecktes Rot, dunkles Grün und Creme sowie Gold-Töne in allen Nuancen geben beim Motto „Byzantinischer Pomp“, den Ton an. Kristallkandelaber, goldene Becher, Damast, Spiegel, alte Spitzen und opulente Ornamente auf Tapeten, Teppichen und Stoffen schaffen Glanz und Opulenz. Bei „Moulin Rouge“ hingegen entsteht sinnliche Üppigkeit durch wallenden Samt, Organza, Gläsern, Vasen oder Lüster aus Bleikristall, Spiegeln und Kissen. Dunkles, samtiges Rot bis zum Aubergine wird hier mit schwarzen Federn, üppigen Früchten wie Granatäpfeln oder dunkelblauen Trauben und Silberakzenten ergänzt. Die Atmosphäre hat einen Hauch von Sinnlichkeit und knisternder Erotik.

Das dritte Thema, eine Mischung aus Landhaus und skandinavischem Design, ist ein Winterthema mit Tradition und Kuschel-Atmosphäre: „Romantischer Hüttenzauber“. Natürlichkeit und edles Understatement prägen dieses Thema. Lederkissen liegen auf rohen Holzbalken, Plüschdecken erinnern an weiche Felle, antike Holzski lehnen an der Hüttenwand, Geweihe sind zu Kerzenständern verarbeitet. Jagdtrophäen hängen über der Türe, ein offener Kamin verbreitet Behaglichkeit und vor dem Fenster fällt der erste weiche Schnee. Rot, Schokobraun und Cremeweiß geben zusammen mit Filz, Holz und Fell den Rahmen für ein romantisches Wintermärchen in der Skihütte.

Die ChristmasWorld 2005 hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten. Zwischen Trend und Tradition sind den Weihnachtsthemen keine Grenzen gesetzt und auch 2005 werden phantasievolle Weihnachtsinszenierungen wieder Innenstädte und Kunden verzaubern.

Sabine Gauditz

Erschienen in BuchMarkt Heft 4-2005 - Seite 70  mehr

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