Der Countdown läuft
Weihnachten konsequent inszenieren - Emotionen des Kunden ansprechen, und nicht nach seinem Geldbeutel schielen

Für die alljährliche Schlacht um den Weihnachtsumsatz bleibt nicht mehr viel Vorbereitungszeit. In knapp 60 Tagen geht es mit den ersten Vorzeichen (den ersten sichtbaren Weihnachtsmann) los. Schnell wird daraus der jährliche Weihnachtsrummel und Wettkampf, wer das Weihnachtsbudget der Kunden für sich verbuchen kann..

Buchhändler haben dabei gegenüber anderen Branchen einen großen Vorteil. Denn in einer Buchhandlung findet sich für alle Interessengebiete die passende Geschenkidee. Während es in einem Golfgeschäft nur Geschenke für Golfspieler gibt, muss man bei einem Juwelier doch sehr viel mehr Geld investieren um das passende Weihnachtsgeschenk für die Frau des Herzens zu kaufen, als in einer Buchhandlung. Es ist also nur noch eine Frage der Kommunikation, die es umzusetzen gilt, damit der Geschenksuchende weiß: Hier finde ich problemlos das passende Geschenk.

Vor der Kommunikation kommt aber die Frage nach dem „Wie“? Die Wirtschaft hat Ihre Lektion bereits gelernt, und verkauft nicht mehr Produkte, sondern Gefühle und Geschichten. Der Einzelhandel ist gerade dabei sich mit Emotionaler Ladengestaltung und verstärkten Inszenierungen der Ware vom „Geiz ist Geil“ Slogan zu lösen. Der Kunde der schon alles im Überfluss hat, kauft keine Güter, sondern Gefühle, Träume, Werte und Geschichten.
Im Idealfall wird der Kunde vom Betrachter zum Akteur und tritt ins Bild ein. Shopping hat nichts mit Einkaufen zu tun, sondern wird zu einem, an den Ort gebundenes inszeniertes Erlebnis. Ein Produkt kann nur dann kommunizieren, wenn es konsequent inszeniert wird. Dekoration ist die Stimme der Ware und bringt sie ins Bewusstsein des Käufers. Eine dreidimensionale Darstellung wird für den Kunden erlebbar und begreifbar.

Wer sich im Weihnachtsgeschäft mit einigen Sternen über dem Büchertisch oder einem kleinen Nikolaus im Schaufenster zufrieden gibt, wird nur schwer seine Kunden faszinieren.
Storytelling braucht eine Handlung und einen „roten Faden“, der den Weg zu und durch die Geschichte vorgibt. Die Weihnachtsdekoration wird dann den Konsumenten ansprechen, wenn sie auf die Räumlichkeiten des Geschäftes abgestimmt ist, Faszinationspunkte setzt und sich als Thema darstellt.

Sie können mit klassischen Elementen, wie Sternen, Kugeln oder Tannenbäumen genauso gut arbeiten, wie mit modernen Weihnachtsmännern in Badehosen, pinkfarbenen Kränzen oder verspiegelten Bäumen. Wenn alle Elemente harmonisch aufeinander abgestimmt sind, kommt die Botschaft an. Das Thema Hüttenromantik, mit Kaminfeuer, Baumstämmen, rotem Filzstoff, Kiefernzweigen und Nikolausstiefeln kann seine Wirkung genauso entfalten wie eine opulente Inszenierung mit dunkelroten Rosen, Samtstoffen, goldenen Kugeln, Spiegeln und barocken Engeln. Der Kunde schenkt Ihrem Angebot immer dann Aufmerksamkeit, wenn Sie Ihn gezielt ansprechen, aber nicht in erster Linie auf seinen Geldbeutel, sondern auf seine Emotionen zielen. Gefühle fokussieren nämlich Aufmerksamkeit – besonders zur Weihnachtszeit.


5 Tipps für Ihre Weihnachtsinszenierung:

Thema
Um den Konsumenten zu verzaubern braucht es eine Themenwelt, in die er eintaucht. Ein einzelner dekorierter Tisch reicht dafür aber nicht aus. Eine stimmige Kommunikation entsteht erst, wenn Eingangsbereich, Schaufenster und Innenraum eine Einheit ergeben und das Weihnachtsthema wiederspiegeln. Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf und wählen Sie ein Thema, dass aus der Masse heraussticht.

Symbole
Klassische Weihnachtssymbole, wie Engel, Stern, Tannenbaum oder Nikolaus können alleine noch keine Geschichte erzählen. Erst im Zusammenspiel mit Farbe, Material und anderen Objekten entsteht ein Thema. Traditionelle Weihnachtssymbole werden von vielen Einzelhändlern verwendet – dadurch sinkt (!) der Aufmerksamkeitswert beim Kunden – das Interesse weicht der Langeweile.

Farbe
Jedes Thema wird auch durch die passenden Farben kommuniziert. Farben erzeugen Emotionen und setzen Akzente. Blau, weiß und silber wird Ihrem Weihnachtsthema eine kühle Ausstrahlung geben. Gold, rot, orange und braun dagegen setzt warme Akzente.

Licht
Lichterketten jeder Art verbreiten Wärme und Behaglichkeit und sind eine stimmungsvolle Ergänzung der Weihnachtsdekoration. Je kleiner die Birnchen der Lichterketten sind, desto verspielter und romantischer wirkt die Weihnachtsbeleuchtung.
Licht zieht die Blicke der Kunden an. Es kommt dabei aber auf die richtige Menge an. Eine Lichterkette wird vermutlich zu wenig Fernwirkung haben. Ein zuviel an Licht im Geschäft, ergibt leicht eine Lichtsoße, die keine Akzente durch Spots mehr zulässt und der Dekoration die Aufmerksamkeit nimmt.

Zeit
Ideenfindung und Umsetzung der Weihnachtsdekoration brauchen genügend Vorlauf. Wer seine Weihnachtsdekoration nicht als Auftragsarbeit außer Haus umsetzen lässt, findet bereits im Januar auf verschiedenen Messen Ideen und Inspiration. Konzept, Planung und Materialbedarfsliste sollten spätestens im Sommer abgeschlossen sein.


Last-Minute:
Wer in letzter Minute noch eine zündende Idee braucht, sich einen Tag Auszeit für letzte Feinheiten der geplanten Weihnachtsdekoration gönnen möchte oder vor dem Start noch etwas Einstimmung und Inspiration sucht, für den bietet Sabine Gauditz ein spezielles Weihnachtsseminar an. Das Seminar findet am Mittwoch, den 12.Oktober in Nürnberg statt.
Dieses Seminar wird jährlich aktuell angeboten. Infos anfordern über info@arte-perfectum.de

Sabine Gauditz

Erschienen in BuchMarkt Heft 9-2005 - Seite 42 und 43  Der Count-down läuft........

 

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