Nicht läßt sich so gut inszenieren wie Essen

Kochbuchkäufer lassen sich gern zum Genuss verführen

„Es gibt Bücher, die man braucht, und solche, die man haben will“, weiß Deko-Expertin Sabine Gauditz von Arte Perfectum. „Gerade diese Bücher, die einfach um des Besitzens willen gekauft werden, machen einen großen Teil des Kochbuchmarktes aus. Man muss sie nur richtig präsentieren.“

Besonders im Weihnachtsgeschäft, einer der umsatzstärksten Phasen im Kochbuchmarkt, gilt es, durch geschickte Präsentation Kaufimpulse zu setzen. „Kochbücher sollten dann mit in der allgemeinen Weihnachtsinszenierung liegen, wenn sie farblich harmonieren. Ein roter Tim Mälzer passt nicht in eine blau-goldene Deko“, warnt Gauditz. In dem Fall bietet sich ein zusätzlicher Tisch mit den bestverkäuflichen Kochbuch-Titeln in gut präsentierten Stapeln an. Wobei Sabine Gauditz durchaus einen Hang zur Opulenz empfiehlt: „Nicht zwei oder drei Exemplare verdeutlichen, dass hier etwas liegt, das einfach gekauft werden muss, sondern zehn oder zwanzig.“

Doch nicht nur in der Vorweihnachtszeit, das ganze Jahr hindurch bietet das Thema Essen und Trinken genug Aufhänger, um immer wieder neu zu dekorieren und somit das Kundeninteresse wach zu halten. „In der Regel sollte die Inszenierung alle drei bis vier Wochen wechseln. Weiß der Buchhändler jedoch, dass seine wichtigsten Kochbuchkunden häufiger kommen, muss er entsprechend schneller umdekorieren.“

Ausgehend von einem Thema dürfen dann die kreativen Ideen fließen. Um Anregungen zu finden, empfiehlt die Fachfrau, auch einmal einschlägige Zeitschriften und Magazine zu sichten. „Wenn ich beispielsweise den ‚Feinschmecker‘ durchblättere, erkenne ich schnell, was gerade angesagt ist. Immerhin hat sich die Redaktion darauf spezialisiert, ihren Lesern das Thema immer wieder neu schmackhaft zu machen.“

In der Auswahl der Farben und dreidimensionalen Deko-Objekte sollte dann ein Buchtitel tonangebend sein. Um dieses Zentrum herum läßt sich mit ein wenig Geschick eine ganze Erlebniswelt aufbauen, die den Kunden zum Stöbern lockt. „Männer sollte man in der Auswahl der Deko vielleicht einen Touch puristischer ansprechen als Frauen und mehr auf die Wirkung von Farben setzen“, verrät die Expertin. „Gerade Herren greifen gern nach den optisch und haptisch schön gemachten, hochwertigen Büchern.“ Gediegen statt verspielt ist hier die Devise.

Die trendigen Jungköche umgarnt Gauditz mit grelleren Farben und coolen, flippigen Materialien wie Lackfolie und Plexiglas, immer passend zum Kernthema. Mit einem passenden Plakat des angesagten Kochstars läßt sich mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzielen: Ein Lebensgefühl wird spürbar, mit dem sich die angesprochenen Kunden nur zu gerne identifizieren.

Interview von Ursula Bachhausen mit Sabine Gauditz
für BuchMarkt Heft 11-2005, Seite 94

 

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